Lieder von Günter Gottschalk aus Migdal

1. Ich gehe hin auf der Straße dieser Welt   

1. Ich gehe hin auf der Straße dieser Welt. Ich suche Frieden, ich suche, was mich hält. Ich suche Freude, ich suche hier das Glück. Ich frag nach DIR, doch ich finde nicht zurück. Ich bleib allein. Ich bleib allein. Ich bleib allein. Ich bleib allein.

2. Ich finde Menschen auf dem Weg durch diese Welt. Sie sagen: "Komm, denn wir haben, was dir fehlt. Hier ist die Wahrheit, wir kennen auch das Ziel!" Doch, Herr, ich zweifle, auch wenn ich es nicht will. Ich bleib allein. Ich bleib allein. Ich bleib allein. Ich bleib allein.

3. Ich fühl im Innern, dass irgendwas entbrannt. Ich fühl ein Sehnen, das niemals ich gekannt. Ich finde Menschen, sie kommen aus dem Leid, aus der Verfolgung, aus der Zerrissenheit. Ich gehe mit! Ich gehe mit! Ich gehe mit! Ich gehe mit!

2. Der Vogel hat sein Nest gefunden (nach Psalm 84)   

1. Wie lieb sind Deine Wohnungen, mein Gott und Vater, mein Inneres verlangt nach Deiner Herrlichkeit.

Refrain: Der Vogel hat sein Haus gefunden und die Schwalbe fand ihr Nest, darin sie ihre Jungen hecken und versorgen.

2. Wohl denen, die in Deinem Hause ewig wohnen. Sie loben und anbeten Dich zu jeder Zeit.

3. Heil denen, die durchs Jammertal mit Dir nur gehen. Sie bauen Brunnen in der großen Trockenheit.

4. Die Lehrer Deiner Weisungen, sie sind gesegnet. Sie künden Heil von Zion und Jerusalem.

5. Ich möchte lieber nur an Deiner Schwelle wohnen, als in den Hütten derer, die Dich nicht verstehen.

Anmerkung: "hecken" = bergen, verwöhnen, vgl. "Nestheckchen"

3. Dein Volk ist mein Volk   

1. Naomi zog nach Moab hin, weit weg vom heil'gen Land. Der Hunger trieb sie fort von hier. Der Weg war unbekannt.

Refrain: Dein Volk ist mein Volk, und Dein Gott ist mein Gott. Mit Dir will ich leben, bis dass uns trennt der Tod.

2. Die Lieben all' begrub sie dort. Die Hoffnung schlug ihr fehl. Ruth zog mit ihr von Moab fort, zurück nach Israel.

3. So wandert heut' noch Israel verachtet durch die Zeit. Der Auftrag Gottes brennt in ihm bis in die Ewigkeit.

4. Sacharja sieht die Völker zieh'n hin nach Jerusalem. Die Weisung kommt vom Volk des Herrn. Wir wollen mit ihm gehn.

Anmerkung: Sacharja 8, 23

4. Sch'ma Israel (Höre Israel)   

1. Endlos zog der Sklavenstrom nach Babel hin. Furchtbar ward Jerusalem verbrannt. Wenige nur konnten ihrem Feind entfliehn, der Israel vom Land verbannt.

Refrain: Einem Bekenntnis blieben sie treu. Ein einz’ges Zeichen leuchtet jeden Tag neu: Sch’ma Israel, Haschem Elokejnu, Haschem echad.

2. Der König Antiochus schrieb auf sein Panier: „Tod dem Judentum!“ Er jagte alle Treuen im Gesetz des Herrn. Das Feuer brannte um und um.

3. Die römischen Legionen kamen in das Land und beuteten die Juden aus. Wer sich nicht fügte, endete am Römerkreuz. Den Rest stieß man zum Land hinaus.

4. Der Nazistiefel stampfte durch Europa hin und brachte großes Leid auf diese Welt. Die Menschen wurden Tiere und zerrissen Gottes Volk, das ihnen einst die dunkle Nacht erhellt.

5. Gottes Volk zieht aus   

1. Hart war die Arbeit an den Ufern des Nils. Heiß schien die Sonne herab. Grausam warf der Herrscher ihre Söhne in die Flut, und für viele wurd' die Wüste das Grab.

Refrain 1. und 2.: Gottes Volk zieht aus. Israel zieht aus aus fremden Sprachen, fremden Zungen zieht es fort. Eine Hoffnung brennt in ihm: Einmal wird es heimwärts zieh'n ins Land, da ihre Väter dienten Gott.

2. Vierzig Jahre irrte es durch heißen Wüstensand, oft ohne Wasser, ohne Brot. Doch da ergriff sie Gottes ausgestreckte Hand und erteilte ihnen Weisung und Gebot.

3. Gehetzt durch die Jahrtausende mit Leiden ohne Zahl, blieben sie dem großen König treu. Seine Lehre, seine Weisung brachten sie der Welt und erhielten ihre Heimat wieder neu.

Refrain 3.: Gottes Volk zieht heim, Israel zieht heim aus fremden Sprachen, fremden Zungen zieht es heim. Eine Hoffnung brennt in ihm: Einst wird alles Dunkel flieh'n und Friede wird auf dieser Erde sein.

6. Denn die Weisung wird von Zion gehn   

1. Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Welt. Doch über dir, erwähltes Israel, hat Gott den Weg erhellt.

Refrain: Denn die Weisung wird von Zion geh'n und das Wort des Herrn von Jerusalem.

2. Die Völker werden kommen, zu sein in deinem Licht. Und Gott, der Heil'ge Israels, zeigt dir sein Angesicht.

3. Von fernen Ländern kommen sie, zu bauen dir das Land. Sie sprechen: "Lasst uns mit dir geh'n, denn Gott hat dich gesandt."

7. Nimm den Becher von meiner Hand   

Refrain: Oh, nimm den Becher von meiner Hand, nimm diesen Kelch von mir! Oh, nimm den Becher von meiner Hand, nimm diesen Kelch von mir!

1. Ein zwiefaches Maß an Schmerz gefüllt nahmst du aus der Hand des Ew'gen, und keiner, den du geboren hast, kam jemals, um dich zu segnen.

2. Sie zogen ihre Furchen lang auf deinem gebeugten Rücken. Du fühltest Gottverlassenheit. Das Leid wollt dich erdrücken.

3. Sie sagten zu dir: "Oh, bücke dich!" - "Auf dass wir über dich schreiten!" Sie häuften Leid um Leid auf dich, und niemand stand dir zur Seiten.

4. Dein Freund, dem du das Brot geteilt, er trat dich nun mit Füßen, als in der Leidenseinsamkeit sie alle dich verließen.

Anmerkungen: Gedenktag an den Holocaust April 1984, vgl. Psalm 22, Psalm 41,10, Psalm 129,3 und Jesaja 51,22

8. Ich liebe Dein Wort (vgl. Psalm 119)   

Refrain: Ich liebe Dein Wort. Dein Wort macht mich reich. Nichts auf dieser Welt ist Deinen Weisungen gleich. Ich liebe Dein Wort. Es ist mir Leben und Licht. Ich liebe Dein Wort, bis mein Auge bricht.

1. Dein Wort ist süßer mir als Honigseim. Es ist mir mehr als Gold und Edelstein. Es ist mir Leuchte in dunkler Nacht. Es hat mir Frieden ins Herz gebracht.

2. Mein Auge fließt über vor Traurigkeit, weil man dein Wort verachtet in unserer Zeit, weil man die Weisungen Deiner Liebe verstößt, weil man sich von Deinen Ordnungen löst.

3. Noch eh Du die Welt geschaffen hast, hast Du für sie Dein Gesetz verfasst. In Deiner Ordnung besteht sie fort und kommt zur Heilung nur durch Dein Wort.

4. In Weisheit hast Du die Welt gemacht, mit Weisheit hast Du Dein Volk bedacht; und einzig allein nur weise ist, wer niemals Dein Gesetz vergisst.

9. Knüpfe das Band zu einer höh'ren Welt   

1. Was du tust in deinem Leben, ist ein Dienst für Gott, auch wenn es dir oft nicht so erscheint. Er stellt dich in seine Schöpfung und in ihre Not, damit du sie mit seinem Licht vereinst.

Refrain: Knüpfe das Band zu einer höh'ren Welt, verbinde den Alltag mit Liebe. Er hat dich hier in seine Welt gestellt. Führe sie heim in Sein Licht.

2. Du verlierst manchmal den Blick und möchtest sein wie jedermann; die Arbeit wird zur Jagd nach Gut und Geld. Der Dienst wird dir zu Lasten, denn du denkst nicht mehr daran, dass ER dich in seinen Händen hält.

3. Gott vergab dir deine Schuld, die dich von ihm getrennt. Er nahm dich auf und an, so wie du bist. Geh zu deinem Nächsten, der Vergebung noch nicht kennt, damit durch dich die Liebe Gottes fließt.

10. Danke Deinem Schöpfer     

1. Jeder Tag, den Gott dir gab, ist ein Geschenk aus seiner Hand. Heute hat er dir dein Leben wieder neu gesandt.

Refrain: Danke Deinem Schöpfer, der Dir das Leben gab. Freu Dich seiner Gaben von der Kindheit bis zum Grab.

2. Du darfst seine Luft noch atmen, kannst die Blumen sehn, du darfst noch die Vögel hören, kannst auf Füßen stehn.

3. Du fühlst, dass dich Menschen lieben, fühlst, dass man dich braucht. Du fühlst, dass aus deinem Innern neues Leben haucht.

4. Zähl dir auf die vielen Wunder, die dir Gott getan. Glaube, dass ER dich erhält auf deiner Lebensbahn.

(Anmerkung: für Gerschon, als Dank für seine Rettung, 1986)

11. Fühlst du nicht, wie gut Gott ist?     

Refrain:  Fühlst du nicht, wie gut Gott zu uns ist, wie herrlich er uns liebt? Fühlst du nicht, wie reich er uns beschenkt und uns alles gibt!

1. Öffne deine Augen, wenn du den Tag beginnst, wenn du vom Olivenbaum deine Früchte nimmst! 

2. Singe Gott zur Ehre, wenn das Korn gedeiht, wenn der Duft des Brotes dir das Herz erfreut.

3. Du hörst die Bienen summen, sie sammeln Honig ein. Gott hat sie für dich geschickt, um dich zu erfreun.

4. Betrachte Tier und Pflanzen, für dich schuf sie der Herr. Freu dich seiner Schöpfung und gib IHM die Ehr.

(Anmerkung: Olivenernte 1986)

12. Gieße deine Wolken aus     

1. Glühend ist der Sonne Brand, dürstend schmachten Mensch und Tier. Wir befehlen unser Land, Schöpfer, nur alleine DIR.

Refrain: Gieße Deine Wolken aus, erquick die Blumen, die Natur. Gib den Regen und den Wind, zeig uns Deiner Füße Spur.

2. Trocken schreitet unser Fuß, dort, wo einst das Ufer war, lechzend nach der Wolken Guß, bittet Deiner Kinder Schar:

3. Vater, allem, was da lebt, Du gabst uns bis heut das Brot. Fühlst Du doch, wie alles bebt, führ uns nicht in eine Not.

4. Auch die Herzen sind oft dürr, weil Dein Wort nicht in uns fiel, weil bei uns Dein heil'ger Wind nicht erreicht das große Ziel.

(Anmerkung: Dieses Lied entstand im Sommer 1986, als der Wasserspiegel des See Genezareth 3 m sank und die Wasserversorgung des Landes zusammenzubrechen drohte)

13. Sehe ich ...     

1. Sehe ich die Freude, die aus Kinderseelen bricht, dann jubelt mein Herz. Fühle ich die Liebe, die durch Menschen zu mir spricht, dann weicht jeder Schmerz. Denn DU hast uns auf dieser Welt den Weg zum wahren Glück geschenkt und hast uns durch das Dunkel zu Deinem Licht gelenkt. 

2. Wenn Friede dieses Land erfüllt beim Sonnenuntergang - dann ruh ich in DIR. Wenn Deine Torah mich bewegt zu glücklichem Gesang, dann fühl ich schon hier, dass der Himmel diese Erde an manchem Platz berührt, und dass Du uns zum Frieden und wahren Glück geführt.

3. Seh' ich Deine Weisheit in der Schöpfung dieser Welt, dann bete ich an. Seh' ich Deine Wunder hier, wie Schnee und Regen fällt - ich ahne dann: dass hinter allen diesen Werken Deine große Liebe steht, die mit uns durch das Dunkel zum großen Ziele geht.

14. Sinn des Lebens     

1. In der Arbeit, die du tust, liegt Sinn deines Lebens, Freude des Lebens, Glück deines Lebens - Sinn, den Gott dir gab. Öffne mir die Augen, oh HERR, dass ich die Wunder Deiner Weisung erkenne - die Schönheit Deiner Schöpfung schau.

2. In den Blumen, die du pflegst, liegt Sinn deines Lebens ...

3. In den Tieren, die du hegst, ...

4. In der Sorge für die Lieben, ...

5. In der Liebe zu den Menschen, ...

6. In dem Leid, das du trägst, liegt Sinn deines Lebens, Tiefe des Lebens, Adel des Lebens, ...

15. Die Liebe ist wie ein Wasserstrom     

Refrain:  Die Liebe ist wie ein Wasserstrom, sie durchfließt den, der da liebt. Die Liebe ist wie ein Wasserstrom, man bekommt sie, wenn man gibt.

1. Du bist allein, du hast es schwer. Du denkst: warum kommt keiner her, der mich versteht und der mich liebt, der mir von seinem Glück was gibt.

2. Du siehst das Unglück auf der Welt. Du siehst, wieviel doch wahrlich fehlt. Du sprichst von einem Jammertal und denkst, das Leben sei nur Qual.

3. Du denkst: ich habe keine Kraft, ich hab es bisher nicht geschafft - doch sieh, dort steht ein Mensch allein, dem könntest du der Nächste sein.

16. Wenn man mich missversteht ...     

1. Wenn man mich missversteht und wenn ich einsam bin, wenn mir der Mut versiegt, wenn alles ohne Sinn, wenn dann kein Stern mehr blinkt und meine Kraft zerbricht, so bist DU in der Nacht mein Licht.

Refrain: Du bist mein Sang und Saitenspiel, mein Licht in dunkler Nacht. Du hast mein Leben reich gemacht, hast mir das Licht gebracht. Du bist mein Sang und Saitenspiel, das Leben gabst Du mir. Du führst mich auf dem rechten Pfad, mein Gott, ich danke Dir.

2. Wenn Aussichtslosigkeit diese Welt erfasst, und wenn ich untergeh' in des Tages Hast, wenn uns das Dunkel quält, das auf der Zukunft ist, fühl ich doch, dass DU bei mir bist.

3. Wenn ich nicht schlafen kann in dunkler Nacht, weil ein Teil von mir an den Grenzen wacht, wenn ich mich fürchte, was der nächste Tag enthält, weiß ich doch: DU regierst die Welt.

17. An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten     

1. An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten, als wir deiner gedachten, herrliches Zion. Uns're Harfen hängten wir an die Weiden, in unser'n Kehlen vertrocknete der letzte Ton.

Refrain: Singt uns eines der Zionslieder, auf und spielt sie immer wieder, lasst sie klingen im fremden Lande, lasst sie dringen durch Schloss und Bande, singt uns eines der Zionslieder, auf und spielt sie immer wieder. Einmal kehren wir wieder heim, in deine Tore, Jeruschalajim!

2. Würd' ich deiner, oh Zion, jemals vergessen, so verleugnet' ich, was mich hier hält. Meine Zunge soll' am Gaumen mir kleben, wo ich dich nicht über alles gestellt.

3. Uns're Feinde haben hart uns bezwungen, haben oft uns bedrängt und gequält. Dennoch sind uns're Lieder nicht verklungen, und nie wich von uns die Hoffnung, die uns hält.

18. Viele Lichter blinken ...     

1. Viele Lichter blinken und locken deinen Blick. Viele Stimmen rufen und halten dich zurück. Viele Freunde sagen: dies muss das Richt'ge sein - doch eine Stimme ist in dir, die führt dich ganz allein.

Refrain: Und dann, wenn du zurückschaust, erkennst du einen Pfad, den Weg, den einst dein Fuß gebahnt, den glaubend er betrat, ja dann, wenn du zurückschaust, dann siehst du eine Hand, die dich durch's Dunkel führte, noch eh du sie erkannt.

2. In manchen Augenblicken, da stehst du ganz allein. In manchen schwachen Stunden sagst du: Es kann nicht sein. In manchen dunklen Nächten ist dir der Weg verbaut. Doch dann erscheint ein Licht in dir, dem du dich anvertraust.

3. Es gibt so viele Menschen, die dich nicht mehr verstehn. Es sind auch viele Freunde, die nicht mehr mit dir gehn. Es sind so viele Kämpfe und Zweifel tief in dir. Doch da ist auch die Stimme, die spricht: Ich bin bei dir!

19. Weite Wege muss ich gehen      

1. Weite Wege muss ich gehen über Steine und Gestrüpp, doch ich weiß von diesen Wegen gibt es niemals ein Zurück, doch ich weiß von diesen Wegen gibt es niemals ein Zurück. Dunkle Straßen muss ich wandern, manche Träne gibt es hier. Doch am Ende aller Straßen führt der Weg, Herr, hin zu DIR. Doch am Ende aller Straßen führt der Weg, Herr, hin zu DIR.

2. Viele Fragen und Geschwätze treiben mich vom Wahren fort, doch im Innern meines Herzens weiß ich um den Ruheort. Doch im Innern meines Herzens weiß ich um den Ruheort. Aus dem Lärm und Streit der Menschen sehn ich mich nach Frieden hier, doch das Ende aller Fragen finde ich, oh Herr, bei DIR. Doch das Ende aller Fragen finde ich, oh Herr, bei DIR.

3. Durch die Stürme, durch die Wellen fährt mein Schiff dem Hafen zu, doch das Ende aller Fahrten bist, oh Herr, alleine DU. Doch das Ende aller Fahrten bist, oh Herr, alleine DU. Mögen in mir Kämpfe toben, sind der Schmerzen manchmal viel, mit dem Blick zu DIR nach oben finde ich gewiss das Ziel. Mit dem Blick zu DIR nach oben finde ich gewiss das Ziel.

20. Nimm Du mich mit in Dein Reich     

1. Nimm Du mich mit in Dein Reich, in das Reich des Lichts und der Liebe. Halte mich fest an der Hand und öffne mir meinen Blick. Lass mich sehen die Augen der Menschen, lass mich fühlen die Kraft, die entspringt. Lass mich hören das plätschernde Wasser und öffne mein Herz, dass es singt.

2. Nimm Du mich mit in Dein Reich, in das Reich des quellenden Lebens. Zeig mir die Not dieser Welt, doch zeige mir auch ihr Glück. Lass mich dort sein, wo Menschen weinen. Lass mich dort sein, wo man sich liebt. Lass mich die Welt mit dem Lichte vereinen und ihr zeigen, dass es Dich gibt.

3. Nimm Du mich mit in Dein Reich, in das Reich, das niemals endet, welches durchdringt diese Welt und alles Dunkel vertreibt. Lass die Welt durch mich erleben, dass Dein Reich voller Wunder ist. Lass das Glück mich weitergeben, das aus meinem Leben sprießt.

Nimm Du mich mit in Dein Reich, in das Reich des Lichts und der Liebe. Halte mich fest an der Hand und öffne mir meinen Blick.

21. Von allen Seiten umgibst Du mich     

1. Von allen Seiten umgibst Du mich, auf allen Seiten seh' ich nur Dich. Von allen Seiten schaust Du mir zu, auf allen Seiten: da stehst nur Du.

Refrain: Flög' ich mit Flügeln der Morgenröte über Meer und über Land - selbst in Finsternis und Hölle würd' mich halten Deine Hand. Du erforschest mich und kennst mich, meine Seele ruft Dir zu, wo ich gehe, wo ich stehe, bist nur Du.

2. Wenn ich liege, lieg ich bei Dir, wenn ich schlafe, bist Du bei mir. Deinen Worten hör' ich zu, was ich tue, was ich denke, bist nur Du.

3. Wunderbar hast Du mich gemacht, eh' ich zur Welt kam, an mich gedacht. Schon im Verborg'nen, da sahst Du mich, wo ich auch bin, weiß ich um Dich.

22. Es blüht in deinem Herzen     

1. Es blüht in deinem Herzen 'ne Blume verborgen und klein. Es ist noch eine Knospe, doch ist sie klar und rein.

Refrain: Lass die Liebesstrahlen in dein Herz hinein, dann wird die kleine Knospe zur schönsten Blume sein.

2. Oft ist so viel verschüttet, verdeckt durch den Lärm dieser Welt, dass zu der Knospe im Herzen nur selten ein Sonnenstrahl fällt.

3. So ist bei jedem Menschen dies himmlische Wunder versteckt, oh gib ihm deine Liebe, damit er die Blume entdeckt.